Das Lübsche Teilprojekt heißt Wir für die Natur und ist eine sozioökonomische Maßnahme. Das bedeutet, Förderung und Schutz der Natur erfolgen unter Berücksichtigung sozialer Interessen der Menschen. Konkret gesagt untersuchen wir, warum sich das Verhalten der Besucher:innen in Schutzgebieten nicht verbessert, obwohl es schon zahlreiche Bemühungen sowie Aufklärung gab.
Im Projektgebiet vermerken wir folgende Belastungen für die Tiere und die Natur: Spaziergänge mit unangeleinten Hunden, das Verlassen der Wege, das Hinterlassen von Abfall sowie das Picknicken und Baden an Wasserufern.
Wir erforschen die Gründe dafür und entwickeln neue Maßnahmen. Diese Maßnahmen werden regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst. Begleitet werden wir von einem Büro für Umweltpsychologie und bauen auch Erkenntnisse der Kognitions- sowie Kommunikationsforschung ein. Unsere Methoden entfernen sich von einem Übermaß an Fakten und Informationen. Sie richten sich stattdessen nach den Fähigkeiten sowie Bedürfnissen der Zielgruppe.
Damit das Naturschutzgebiet weniger belastet wird und die Einwohner:innen dennoch eine attraktive Naherholung haben, planen wir eine Erholungslandschaft im angrenzenden Landschaftsschutzgebiet. Außerdem suchen wir nach Möglichkeiten in diesem Gebiet eine Freilauffläche für Hunde einzurichten – dafür brauchen wir allerdings die Zustimmung von Flächeneigentümer:innen.
Solche willkommenen Alternativen sollen zusammen mit weiteren Maßnahmen empfindliche Ökosysteme schützen und damit einen Beitrag zum Natürlichen Klimaschutz leisten.