B5 - Dassower Ufer im Grünen Band

Die Stiftung Umwelt- und Naturschutz Mecklenburg-Vorpommern besitzt eine Reihe von Flächen im Grünen Band am Dassower See. Ziel ist die Schaffung einer halboffenen Weidelandschaft, um hier die Funktion des Grünen Bandes als Wanderkorridor für Tiere und Pflanzen zu erhalten. Durch die Möglichkeit zum genetischen Austausch zwischen den verschiedenen Biotopen können sich Arten besser an die Veränderungen des Klimas anpassen. 

Die Pflege der Flächen durch Beweidung oder Mahd wird dadurch erschwert, dass die Flächen der StUN M-V mit oft nur 40 m Breite äußerst schmal und nicht zusammenhängend sind. Zur Verbesserung der Bewirtschaftbarkeit werden im Rahmen des Projektes HOTSPOT28 – Natürlicher Klimaschutz im Norden daher folgende Maßnahmen umgesetzt: 

  • Flächenarrondierung,
  • Erstinstandsetzung verbuschter Flächen,
  • Schaffung von Trassen für das Aufstellen mobiler Zäune. 

Über den Beitrag zum Artenschutz hinaus ist die extensive Weidewirtschaft ressourcenschonender als die moderne Art der Fleischproduktion und trägt somit zum Klimaschutz bei. 

Auf den Eigentumsflächen der Stiftung sind die Mündungen vieler kleiner Gewässer verrohrt. Durch die Öffnung der Verrohrung wird die vielfältige Landschaft im Grünen Band um Fließgewässerbiotope erweitert. Im Wasser gebundene Nährstoffe können durch die Selbstreinigungskräfte der Gewässer gefiltert bzw. abgebaut werden. Angesichts des Klimawandels wird durch solche Maßnahmen der Wasserhaushalt stabilisiert: Das Wasser bleibt länger in der Landschaft, da es teilweise in den Boden versickern kann.