Aufgrund des lebhaften, von der letzten Eiszeit geprägten Reliefs konnten sich in der Kussower Hutung nach Extensivierung der Nutzung viele unterschiedliche Feucht- und Trockenbiotope bilden. Damit ist die Hutung eine Oase der Artenvielfalt inmitten intensiv genutzter Agrarlandschaft. Als sogenanntes Trittsteinbiotop ermöglicht sie den genetischen Austausch zwischen verschieden Populationen einer Art und ermöglicht so eine bessere Anpassung von Arten an die Herausforderungen des Klimawandels.
Zentral für den Erhalt des wertvollen Biotopmosaiks ist die Beweidung bzw. Mahd, da die Flächen sonst verbuschen würden. Dort, wo bereits übermäßig viele Gehölze aufgekommen sind, werden diese entfernt. Durch den Bau von Zäunen bzw. Pferchen soll eine regelmäßige Beweidung etabliert werden. Ähnlich wie Wald können auch Grasländer der Atmosphäre Kohlenstoff entziehen, der vor allem unterirdisch in Wurzeln und abgestorbenen Pflanzenteilen gespeichert wird.
Durch Kappung einer noch vorhandenen Drainageleitung soll verhindert werden, dass Wasser schnell aus einem kleinen Kesselmoor abgeführt wird. Das Moor wirkt dann als Puffer für den Gebietswasserhaushalt und kann mehr Kohlenstoff binden.