Die Leitziele im HOTSPOT28

Unsere 4 Leitziele bündeln die zentralen Maßnahmen für den Schutz und die Entwicklung unserer Naturlandschaften: von der Bewahrung wertvoller Küstenökosysteme über die Wiederherstellung vielfältiger Lebensräume bis hin zur Stärkung agrarökologischer Strukturen und des gesellschaftlichen Engagements für den natürlichen Klimaschutz.

Leitziel 1: Küstenlebensräume bewahren – Natürliche und naturnahe artenreiche Küsten- Ökosysteme erhalten, wiederherstellen und optimieren

Küstenlandschaften erfüllen eine zentrale ökologische Funktion: Sie bieten wertvolle Lebensräume mit einzigartigen biotischen und abiotischen Umweltfaktoren und beherbergen zahlreiche, teils stark gefährdete Arten. Dazu zählen insbesondere Salz- und Feuchtwiesen, Weiß- und Graudünen, Küstenmoore sowie ungestörte Sand- und Kiesstrände. Darüber hinaus sind diese Gebiete von großer Bedeutung als Brut- und Rastplätze für charakteristische und bedrohte Vogelarten der Küste – teils auch fakultativ – sowie als Lebensraum für Kegelrobben und andere Meeressäuger.

 

Leitziel 2: Vielfalt der Lebensräume wiederherstellen – Naturlandschaftsbestandteile und
artenreiche historische Kulturlandschaftselemente im überregionalen Biotopverbund
erhalten und entwickeln

Auch die Binnenlandschaften tragen in besonderer Weise zum Schutz der biologischen Vielfalt und zum Klimaschutz bei.
Hervorzuheben sind Feuchthabitate auf Moorböden, die durch ihre charakteristische und oft gefährdete Artenvielfalt geprägt sind und zugleich als wertvolle Wasserspeicher und Retentionsräume dienen, xerotherme Lebensräume an der Traveförde und am Grünen Band, die als bedeutende CO₂-Speicher des Offenlandes wirken, das Biotopverbundsystem Grünes Band, das eine wichtige Verbindungsachse für Arten und Lebensräume bildet sowie isolierte Standorte der natürlichen und historischen Kulturlandschaft des Hinterlandes, die als Rückzugsorte sowie Brut-, Nahrungs- und Rasthabitate für zahlreiche Tierarten dienen.

 

Leitziel 3: Habitateigenschaften von Agrarflächen und Kleingewässern verbessern

Durch gezielte Maßnahmen wird die ökologische Qualität der Agrarlandschaft nachhaltig gestärkt und ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber Klimaeinflüssen erhöht. Dies geschieht insbesondere durch die Erhöhung der Strukturvielfalt in der Agrarlandschaft, die Sicherung, Optimierung und Förderung bestehender Biotope sowie von Zielarten wie Vogelarten der Agrarlandschaft, Amphibien, Reptilien und Insekten sowie die Wiederherstellung und Pflege von Kleingewässern, die als wichtige Lebens- und Rückzugsräume dienen und durch ihre Pufferwirkung den Landschaftswasserhaushalt in Dürrezeiten und bei Starkregenereignissen stabilisieren.

 

Leitziel 4: Gemeinsam engagiert: Natur bewahren und erleben

Ein zentraler Bestandteil des Projekts ist die Förderung des gesellschaftlichen Engagements für den Natur- und Klimaschutz. Dabei stehen folgende Schwerpunkte im Vordergrund die Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements, die Förderung der Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Akteurinnen und Akteuren sowie die Verankerung des Naturschutzgedankens in der Bevölkerung.

Ziel dieser Aktivitäten ist es, die Betreuung und Sicherung von Schutzgebieten langfristig zu gewährleisten, das Engagement für biologische Vielfalt und natürlichen Klimaschutz nachhaltig zu fördern und Wissen, Kompetenzen sowie Handlungsmöglichkeiten zu vermitteln, um die Akzeptanz und Partizipation in der Gesellschaft weiter auszubauen.

© LPV Dummersdorfer Ufer e.V. (alle Fotos)