17.07.2025 - Projektboot auf den Namen „Limosa“ getauft

Gruppe von Menschen sitzt und steht an Bord des Bootes „LIMOSA“ im Hafen, einige winken in die Kamera, im Hintergrund liegen Segelboote.

Hoher Besuch: In dieser Woche war Dr. Britta Knefelkamp vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) auf der Insel Poel zu Besuch. Mit Elisabeth Aßmann, Staatssekretärin, kam auch eine Vertreterin des Ministeriums für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt MV (LM MV) nach Kirchdorf. Der Grund: Das „HOTSPOT28“-Projektboot wurde offiziell auf den Namen „Limosa“ getauft – und da waren beide gern der Einladung gefolgt, um zu sehen, wie das Projekt voranschreitet. 

Taufpatin war die Poeler Bürgermeistern Gabriele Richter, die auch Verbundpartnerin im Projekt ist und betonte, dass nun auch vom Wasser aus die unter­schiedlichen Maßnahmen des „HOTSPOT28" umgesetzt werden können. Dazu zählt unter anderem der Transport von Material, beispielsweise für den Erhalt oder Bau von Vogelwärterhütten auf den Vogelschutzinseln Walfisch oder Kieler Ort. Doch auch Schafe und Ziegen sollen mit Hilfe des 7,50 Meter langen und rund 2,50 Meter breiten Landungsboots, das einen geringen Tiefgang von nur etwa 40 cm hat, auf abgelegene Inseln ge­bracht werden, um dort nach der Brutsaison die Vegetation kurz zu halten. Darüber hinaus sind Ausfahrten geplant, um im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit und der Umweltbildung im „HOTSPOT28“ Projektaktivitäten bekannt zu machen und verschiedenen Zielgruppen die biolo­gische Vielfalt in der Wismarbucht näher zu bringen. Die Bootstaufe war ein guter Anlass sich auszutauschen und sich vor Ort auf den neuesten Stand im Projektverlauf zu bringen.

„Das Projekt zeigt auf hervorragende Weise, wie natürlicher Klimaschutz und der Schutz der biolo­gischen Vielfalt zusammen gedacht und umgesetzt werden können. Daher freuen wir uns sehr, dass wir das Projekt im Rahmen des Aktionsprogramms Natürlicher Klimaschutz mit Bundes­mitteln unterstützen können“, sagte Dr. Britta Knefelkamp, Abteilungsleiterin Meeresnaturschutz im BfN. Elisabeth Aßmann, Staatssekretärin des Umweltministeriums MV betonte, dass „das Projektboot ,Limosa‘ sinnbildlich für den Anspruch des Modellprojekts „HOTSPOT28“ steht, Natur- und Klimaschutz praktisch und wirksam miteinander zu verbinden. 

Andere Verbundpartner des Projekts – die Stiftung Umwelt und Naturschutz MV und der BUND MV – waren auch zum Netzwerken angereist. Weitere Akteure in der Region, wie die Buchtranger in der Wismarbucht und im Salzhaff, die sich ebenfalls den Naturschutz auf die Fahne geschrieben haben, konnten aus ihrem Blickwinkel über ihre Arbeit informieren. 

Und woher kommt der Name für das Projektboot? Namenspatin ist die Uferschnepfe, wissenschaftlich: Limosa limosa. Der Watvogel kommt im Projektgebiet zwar nicht mehr vor, aber ebenso wie der Säbelschnäbler, der Kiebitz oder der Rotschenkel, die bereits in den Salz­wiesen brüten und besser geschützt werden sollen, könnte sich die Uferschnepfe unter bestimmten Bedingungen hier (wieder) ansiedeln. Zum Abschluss der Veranstaltung gab es, bei bestem Wetter, noch eine Ausfahrt rund um die Insel Walfisch.

Von Wismar TV gibt es hier ein Video zur Bootstaufe.