Das 2. Projektbegleitende Arbeitsgruppentreffen (PAG) des „HOTSPOT28 – Natürlicher Klimaschutz im Norden“ ging am 24. und 25. Juni 2026 über die Bühne. Der Landschaftspflegeverein Dummersdorfer Ufer e.V. hatte als koordinierender Verbundpartner dieses Mal auf die Insel Poel geladen. Neben allen fünf Projektpartnern und -partnerinnen konnte das HOTSPOT28-Team auch einige Stakeholder begrüßen, wie den Projektträger DLR, das BMUKN, das LM MV, das LUNG, das StALU Westmecklenburg und Mittleres Mecklenburg, die Untere Naturschutzbehörde und auch Mitglieder des Hotspot 29 und Hotspot 30.
Am ersten Tag lag der Schwerpunkt auf dem aktuellen Projektstand mit Blick auf die künftigen Schritte, die bis 2030 anstehen. Am zweiten Tag ging es raus. Die Exkursionen führten nach Gollwitz, wo die Gemeinde Ostseebad Insel Poel über ihre Maßnahme, bessere Naturbeobachtungsmöglichkeiten zu schaffen, berichtete. Der BUND MV präsentierte vor Ort eine der insgesamt vier Robbenskulpturen plus Infotafel, die Einheimische und Gäste auf den Schutz der Meeressäuger aufmerksam machen soll. Am Aussichtspunkt zur Vogelschutzinsel Langenwerder wurden Schutzmaßnahmen für die Seevögel diskutiert, auf den Gollwitzer Wiesen ging es dann um die Bodenbrüter wie Kiebitz, Rotschenkel und Säbelschnäbler, die hier optimale Bedingungen vorfinden, allerdings vielfach von Fressfeinden bedroht sind, weshalb hier ein Prädatorenschutzzaun geplant ist. In Hinterwangern, mit Blick auf das NSG Fauler See – Rustwerder/Poel, wurde aufgezeigt, welch kostbares Habitat dieses einzige ausgewiesene Naturschutzgebiet auf der Insel Poel ist.
Darüber hinaus ging es mit Booten auch aufs Wasser. Hier standen u. a. der Robbenschutz, die Salzwiesen am Brandenhusener Haken und die Vogelschutzinsel Walfisch im Fokus.
Die PAG 2026 hat gezeigt, dass sie mehr als ein Projekttreffen ist – sie schafft Raum für fachlichen Austausch, gegenseitiges Lernen und die gemeinsame Weiterentwicklung der Maßnahmen in den Bereichen Umsetzung, Kommunikation und Evaluation.
Fazit: Erfolgreicher natürlicher Klimaschutz lebt vom Dialog, von starken Partnerschaften und vom gemeinsamen Engagement. Genau dieser Austausch bildet die Grundlage dafür, die geplanten Maßnahmen nachhaltig und wirkungsvoll umzusetzen.