Die Brutsaison beginnt: Auf der Insel Poel gibt es einige Hotspots, auf denen Wiesenbrüter ihre Eier ablegen und ihre Brut großziehen könnten. Doch Fressfeinde wie der Fuchs lauern und haben oft leichte Beute. Die häufig kleinen Populationen der Kiebitze, Rotschenkel oder Säbelschnäbler haben deshalb kaum Chancen, ihren Nachwuchs aufzuziehen, wenn nicht sogar schon zu Beginn der Brutzeit die Eier gefressen werden. Damit sich das ändert, sollen im Gebiet des HOTSPOT28 geeignete Flächen eingezäunt werden – wie aktuell auf den Gollwitzer Wiesen.
Bevor dort in Kürze wieder Rinder die Wiesen beweiden nutzten die Mitarbeitenden des Landschaftspflegevereins Dummersdorfer Ufer e. V. die Chance, eine rund 0,75 Hektar große Fläche einzuzäunen. „Die Weidezäune stehen zusätzlich unter Strom. Hier kommt kein Fuchs mehr durch“, sagt Dr. Matthias Braun, Projektleiter und Vorstand des Vereins. Derzeit konnten auf der Wiese rund um die Wasserstellen bereits Brandgänse beobachtet werden. Die stark gefährdeten Rotschenkel flogen beim Aufbau lautstark über die Wiese, außerdem wurde bereits ein Kiebitznest entdeckt. Alles gute Vorzeichen – in den kommenden Wochen werden die Ökologen die Fläche regelmäßig beobachten, um zu sehen, welche Vögel vor Ort sind und wie sich die Bestände entwickeln. Bis ca. Ende Juli, also bis zum Ende der Brutzeit, wird der Zaun stehen.