10.04.2025 - HOTSPOT28 jetzt mit Büro auf der Insel Poel

Vier Personen stehen vor dem Eingang des neuen HOTSPOT28-Büros und lächeln in die Kamera.

Was passiert eigentlich seit Anfang Januar im Gemeindezentrum 7 in Kirchdorf? Das fragen sich derzeit viele Poeler und Poelerinnen – dabei ist das kein Geheimnis. Der Landschaftspflegeverein Dummersdorfer Ufer e. V. hat hier neben seiner Naturschutzstation in Lübeck-Kücknitz in den letzten Wochen eine Außenstelle, das Büro Wismarbucht, eingerichtet. Der Verein ist Lead-Partner des Projekts HOTSPOT28, das im Rahmen des Aktionsprogramms Natürlicher Klimaschutz (ANK) durch das Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) gefördert wird. 

Das Gebiet des HOTSPOT28 – einer von bundesweit 30 – ist 700 Quadratkilometer groß und reicht von der Hansestadt Lübeck in Schleswig-Holstein entlang der westmecklenburgischen Ostseeküste bis ins Salzhaff nach Rerik. Um näher dran zu sein, möchte der Verein nicht nur von Lübeck aus den natürlichen Klimaschutz fördern, sondern auch vor Ort in Poel präsent sein. Und von hier aus die vielfältigen geplanten Maßnahmen umsetzen, um Biodiversitäts- und Klimaschutz zu verbinden und den negativen Auswirkungen der Klimakrise und einem weiteren Verlust der biologischen Vielfalt entgegenzuwirken. In den letzten Wochen gab es bereits Kontakt zu einigen Landwirten in der Region, um mit diesen gezielt passende, mögliche Maßnahmen beispielsweise zum Kiebitzschutz, zur Verbesserung der Lebensräume auf Salzwiesen oder zur Kopfweidenpflege auszuloten. 

Neben dem Landschaftspflegeverein Dummersdorfer Ufer e. V. gibt es vier weitere Verbundpartner. Diese sind die Stiftung Umwelt- und Naturschutz MV., der BUND Mecklenburg-Vorpommern, die Gemeinde Ostseebad Insel Poel und die Hansestadt Lübeck. Das Projekt HOTSPOT28 läuft bis September 2030, mittelfristig soll auf der Insel Poel eine neue Naturschutzstation, der Prototyp einer Natura-2000-Station entstehen.