20.01.2026 - Warum Hunde im Naturschutzgebiet angeleint gehören

Die Hansestadt Lübeck hat im Naturschutzgebiet Dummersdorfer Ufer drei neue Informationstafeln aufgestellt. Das Ziel: Tiere und Pflanzen schützen, indem Besucher:innen darauf aufmerksam gemacht werden, dass hier bestimmte Regeln gelten. Die neuen Informationstafeln klären in kurzen und verständlichen Botschaften auf, warum Hunde im Naturschutzgebiet an die Leine gehören. Denn die meisten Besucher:innen nehmen gerne Rücksicht, wenn sie die Hintergründe kennen und ver­stehen. Die Maßnahme ist Teil des Projekts HOTSPOT28.

Bekannt sind die tief verankerten Territorial- und Jagdinstinkte von Hunden. Diese führen dazu, dass sie nicht immer auf Rufe oder Pfiffe hören, wenn sie ein „Beutetier“ entdecken. Eine anschließende Jagd bedeutet für die flüchtenden Tiere puren Stress, da es für sie in diesem Moment immer um Leben oder Tod geht. Und müssen beispielsweise Bodenbrüter ihr Nest bei Gefahr verlassen, droht dem zurückgelassenen Nachwuchs Unterkühlung oder Tod.

Fast völlig unbekannt ist das Thema der allgemeinen Vergrämung der Wildtiere durch den Geruch der Hunde. Werden bestimmte Gebiete häufig von Hunden frequentiert, sind diese Flächen für Wildtiere als Lebensraum nicht sicher. Die Rückzugsräume für die Tiere werden damit immer enger.

Ein weiterer Aspekt betrifft die heimischen Pflanzen. Diese benötigen vor allem nährstoffarme Böden. Die Ausscheidungen der Hunde tragen jedoch zahlreiche Nährstoffe in den Boden ein, so­dass dieser überdüngt wird. Damit können hiesige Pflanzenarten durch fremde verdrängt werden und in der Folge verschwinden auch die von diesen abhängigen Insekten.

Beschränken Sie die Gefahren für Wildtiere und heimische Pflanzenarten, indem Sie Ihren Hund anleinen, zusammen auf den Wegen bleiben und die Hinterlassenschaften Ihres Hundes aufsammeln. Wer seinen Vierbeiner frei laufen lässt, riskiert zudem ein Bußgeld von bis zu 10.000 Euro. 

Nehmt auch gern an unserer Umfrage teil: https://s2survey.net/HS28-Hund-NSG/?r=WEB